Monday

bin in berlin



edit:
noch eines



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Friday

herbst

also ich glaub ich mach eine bloggerpause.
hab noch einiges zu tun, auch keine aktuellen photos mehr. ich suche eine wohnung/WG. freu mich auf nächste woche Designers Open in Leipzig und vorallem in der tragbar mit The Offer. Dann fahr ich vielleicht nochmal nach Berlin. Und irgendwann würd ich gern Urlaub machen. Und Geld verdienen muss ich auch noch irgendwann. Kram von mir könnt ihr euch auf meinem tumblr ansehen.
bis dann.



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Wednesday

Monday

point de vue





Wer den Dichter will verstehen, Muß in Dichters Lande gehen.

Goethe - Zahme Xenien

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twicetwice



gefunden bei joannelam.com/hello/


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Saturday

lichtfest 2009

















9. Oktober 2009
Leipzig feiert 20 Jahre friedliche Revolution auf dem Augustusplatz, großer Ring, Georgiring, Hauptbahnhof, Museum der Bildenden Künste, Runde Ecke, Grimmaische Straße und überall Lichter und viele Menschen.
Mehr Eindrücke in meinem Flickralbum.

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figues

Wednesday

monopooltur








wir haben das schwimmen aufgegeben

den fischen bleibt das tauchen vorenthalten


überkommt uns das bedürfnis wieder zu schwimmen

wehrt uns der teppich aus wasserkultur ab

überwuchert schützend sein element



ich hab da so eine ganz spezielle fotoidee, leider muss man dazu mutig sein und es gibt auch keine leiter mehr zum herausteigen. ein weißes kleid würde dem ganzen zum opfer fallen. will wer?

Tuesday

Die unerträgliche Leichtigkeit des Schreiens!




Was tut die Regie, wenn sie nicht weiter weiß? Schreien lassen!

Kafka, das ist das Unheimliche, das Dunkle, die Ungewissheit, die Zerrissenheit, die Bedrohung… Nein in diesem Fall nichts von Alledem! Vielmehr ist Kafka in Leipzig Krach, Klamauk, Geschrei, Gezeter, Willkür und Wolllust - geführt unter der Regie des Intendanten Hartmann. Das Centraltheater bleibt dem Käufer des Programmplakats schuldig, von wem das Stück eigentlich verfasst wurde. Es revanchiert sich beim Zuschauer dafür mit einem Gehörschaden.


Am Rockzipfel der Peripetie hängen

Die Rampe auf der Bühne reicht von der Hinterbühne bis zum Fuße des Zuschauerraums. Das steilere Stück kurz vor dem Abgrund ist gekennzeichnet: "Peripetie" steht dort. Die Symbolik ist zu kasuistisch, um nicht den ganzen Lauf des Spiels erahnen zu lassen. Gleichwohl erdrückt einen die Metaphorik des roten Dachs über dem Podium. Dieses Dach muss, um der Funktion der Bühnentechnik gerecht zu werden, gegen Ende des Stücks abgesenkt werden, um die Protagonisten des absurden Spiels symbolisch zu Boden zu bringen, sie zu beugen und zu begraben. Man ahnt es bereits, es wird angestrengt-anstrengend. Schon der erste Ton der Revuemusik schreit es hinaus: hier wird alles Subtile vertrieben, die Sinnlosigkeit exorbitant gesteigert, auf dass alle Wahrnehmung an ihre apodiktische Grenze geschleift werde.
Doch die Perversität ist nicht schockierend, genauso wenig wie Gebrüll hellhörig macht. Die Nacktheit zeugt nicht von Schutzlosigkeit, genauso wie viele Worte nicht den Tiefsinn heraufbeschwören. Und so kulminieren alle Dialoge in einem Geheul. Es wird nicht beim Bespucken belassen. Wenn Worte versagen und die Wirkung sich einfach nicht einstellen will, dann stehen sich die Wächter des Josef K. in ihrem wortlosen Gebrüll gegenüber, bis die Stimme wegbleibt. Die Stimmung tut es ihr gleich.


Mit dem Bürostuhl der Platitüde huldigen

Die gewollt kryptische Regie versagt in dem Versuch, dem Flair Kafkas, der Sensibilität und Versiertheit seiner Sprache nahe zu kommen. Viel mehr noch wird die Zerstörung gerade dieser herausstechenden Qualität des 250 Seiten fassenden Romanfragments in einem lautstarken Gemetzel zelebriert. Die Spieler dienen als Stafette eines kannibalistischen Urtanzes. Bewaffnet mit Frack, Hut und Bürostuhl führen sie ihren promiskuitiven Reigen auf. Übertönt wird dieser mit allen Arten von Musik, die dem Zuschauer aus übersteuerten Boxen entgegengeschmettert werden. Die Therapierunde aus der Einstiegsszene löst sich zusehends in Gehetze und leere Floskeln auf. Josef K. bekommt trotz Verhaftungsbefehls die Möglichkeit, seiner Arbeit in der Bank nachzugehen. Also rast Darsteller Lambrecht auf seinem Bürostuhl von der Kippe der Bühnenwelt bis zur Kante der Peripetie. Tja und dann?

Die Rampe gehört den Schauspielern, die ihre Akrobatik, ihre Körper und ihre Belastbarkeit zum Mittelpunkt dieser Inszenierung machen müssen. Die Nacktheit als letztes Register der Regie kann durch die vorangegangene Nervenbelastung beim Zuschauer nicht einmal mehr Schamgefühl aufkommen lassen. Nachdem der Maler sein Werk vollbracht hat, alles schwarz bemalt ist, sich alle wieder angezogen haben und irgendwie jeder einmal gegen die Wände geschmettert ist, erhofft man nur einen Augenblick der Rast. Doch es gibt kein Innehalten. Das abschließende Gespräch des besorgten Onkels mit Josef K. kann keine Wirkung mehr erzielen, weil die Ruhe den Saal schon längst verlassen hat. Sie hat den Tiefgang bei der Hand hinausgeführt.


„Fragen Sie nicht nach Sinn“

Zum Ende stimmten die Zuschauer in das Bellen der Hunde/Darsteller ein. Im Glauben sich dem viel verherrlichten Intellektualismus eines Kafkawerkes hingegeben zu haben, ergötzte sich das junge Publikum in selbstgefälligen Bravorufen. Ja wir haben es geschafft!

Die einzige Parodie dieses Stückes, die zum Nachdenken anregt, ist die stupide Bereitschaft des Publikums sich diesem System völliger Unsinnigkeit, das bei einem Striptease im Gewand der Brutalität daherkommt, hinzugeben – ja ihm willentlich voraus zu laufen, sich wohlwollend abführen zu lassen „wie ein Hund“ und sich eigenhändig das schmierige Kuchenmesser vom Schokogeburtstagskuchen des Josef K. in den Kopf zu rammen.

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Ich habe nicht geklatscht und mir war am nächsten Morgen immer noch elend. Bei mir gesellt sich nun das Bedürfnis hinzu, Kafka gerecht zu werden und sein unvollendetes und posthum erschienenes Werk „Der Prozess“ zu lesen – ganz in Ruhe.


Der Prozess – nach dem Romanmanuskript (!) von Kafka
Regie Sebastian Hartmann
Mit Anna Blomeier, Matthias Hummitzsch, Andreas Keller, Guido Lambrecht, Sarah Sandeh, Holger Stockhaus, Berndt Stübner

Premiere 03.10.2009

Termine 04.10. | 16. 10. | 17.11. | 21.11.




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Monday

frame of mine





neuer einrichtungsgegenstand beim containern gefunden.
ohh es gibt so gruselige menschen. die lernt man alle kennen, wenn man nach einer günstigen bude in bigberlin sucht.
also das "bild" hängt über meinem bett. ehrenplatz neben meinen kameras.