Thursday

apathie

einer der vielen ehemaligen titel dieses blogs. apathie. das gehauchte wort. ohne anstrengung oder regung kann man es vor sich herschieben. ich liege auf meinem boden. die dielen beben unter den halligen klängen der akkustikguitarre. ich langeweile mich mit mir selber. die endlosen autobahnen in meinem kopf kann ich nicht mehr ertragen - zuviel beton und dreck. ich will mich nicht mehr mit meinen eigenen fragen befassen. da muss doch mehr sein? die unzufriedenheit brodelt. die gier nach äußeren einflüssen. irgendetwas muss doch kommen und diese starre durchbrechen? ich ruf dich immer mal wieder vollkommen planlos an. während der vier freizeichen hoffe ich auf einen hollywoodreifen kleinen einbruch einer horde feuerwehrmänner in meinen vierwändrigen kopf. du schleppst mich in meinem weißen irrenhaushemd wie ein richtiger held raus in die sonne und gibst mir einen kuss auf dem warmen asphalt. diesen kuss der mich wieder erweckt. gerne könnte ich dir auch meiner rolle gerecht den ruß von der stirn wischen. nach dem vierten freizeichen kommt deine vertraute stimme und ich lande wiedermal in deiner mailboxschleife. mir hat das ganze also nichts gebracht, als das erbämlich gefühl wiedermal wie ein kleines kind in eine sackgasse getappt zu sein. "ich nerve mich. ich nerve dich. nerv du mich!"
so bleib ich mit meiner eigenen abhängigkeit hier liegen und der ruß bedeckt mich in meinem weißen irrenhauskleidchen.

zoo kid - ocean bed
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Tuesday

out of order

körper nerven!
mein geist wird opfer der erdmotivierten kraft dieses jämmerlichen fleischgewordenen wurmfortsatzes eben jenes sonst so unbedachten und unabhängigen geistes. hier frisst sich eine kolonie viren in mein system und rumpelt durch die heiligen hallen der göttlichen schöpfung. neben dem kampf mit meinen verteidungstruppen hat diese invasion von ekelerregern noch genug zeit alle schwachstellen meines lymphalen systems ausfindig zu machen. die zarten schleimhäute rund um meinen kopf dienen ihnen als spielplatz zur demonstration ihrer penetranten besserwisserei. und so entflammen die viren an jedem ungeahnten schwachpunkt einen entzündungsherd. so reiht sich eine leichte mandelentzündung an eine kehlkopf-, atemwegs-, nasennebenhöhlen- und bindehautentzündung. der rotz fließt, der auswurf scheint eine nie versiegende quelle und der schädel brummt. wie erbämlich, dass mein körper und kopf im havariezustand außer gefecht gesetzt sind. und ich wehrlos an die matratze gefesselt diesen mist über mich ergehen zu lassen habe. mein hart erarbeitetes geld gebe ich für die überteuerten scharlatanerien der pharmaindustrie aus.
und erst wenn die letzte pille geschuckt, der letzte tropfen tee verdunstet und die letzte packung taschentücher vollgerotzt ist, werde ich merken, dass man im bett nicht überleben kann.
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Thursday

survival techniques

Scan 721

ich danke immer wieder für die alltäglichen lektionen, die diese anonymen mitteilungen für uns bereit halten.
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Sunday

konica - wochenrückblick

Scan 19.1
Scan 18.2
Scan 18.1
Scan 16.2
Scan 16.3
Scan 17.1
Scan 17.3
Scan 15.1
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Scan 13.1
Scan 13.2
Scan 15.2
Scan 12.1
Scan 12.2
Scan 12.3

konica eu-mini, 35mm, 200iso
  • 50erjahre party
  • weitere geburtstagsfeier
  • von anderen aufgenommen
  • fernsehabend
  • die große revision
  • kalte laken
  • frühlingsboten
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Saturday

knoten

gestern nacht gingen wir hand in hand die straße entlang. ein einziger blick eines entgegenkommenden riss die ganzen ambivalenten gedanken aus mir wieder empor. es sind die gedanken, die sich nach unseren momenten so gut unter der wattedecke des angenehmen verstecken lassen und die sich so komfortabel anfühlen. nur dieser blick - er hat uns angsehen und ein wort schrie mir aus seinen augen entgegen: PÄRCHEN. war es der schreck, der ekel, die illusion? ganz gleich - ich ließ sofort deine hand los und steckte sie tief in meine manteltasche.
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Wednesday

petition für emotionen

Scan 3
Scan 4
Scan 3.1
im grunde war es mir klar. ich habe mit falschen protagonisten versucht ein stück zu besetzen, in dem es nur um dich ging. du warst es doch die ganze zeit. deswegen fühlte sich die sonne auch so verlogen an. deswegen war der wind nicht frisch. deswegen war mein lachen nicht frei. nach den halbherzigen versuchen des sommers kehrte ich nichtsahnend zurück. nur um wieder bei dir zu landen. bei dir zu sein, nur um nicht ich zu sein. alle anderen hände die ich hielt, all die anderen münder die ich küsste, all die anderen arme in denen ich schlief, waren nur eine simulation um deinen platz zu füllen.
nun warte ich auf einen neuen sommer. während die zeit der kälte sich in mich frisst. ich warte auf mein eigenes auftauen. alles was bis dahin spürbar ist: die leere. dort wo ich war, bleibt das was du von mir erwartest - mehr nicht. und mit diesem verblassen hoffe ich dich los zu werden, denn du spielst diese rolle in deinem stück ohne mich.
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Tuesday

FullMoonParty im Zeichen der Eule



Benny und ich haben uns bei einer geschnorrten Kippe in Paris in der Udo Bar kennengelernt. Daraus hat sich eine wunderbare bereichernde Freundschaft ergeben. Der liebe Benny hat es nun endlich geschafft die erste Full Moon Party in Paris kommt! Gefeiert wird am 19.03 stattfinden. Neben den Konzerten und DJs werden Bilder junger Photographen gezeigt. Darunter auch eine Auswahl meiner Bilder. Ich freu mich wie bolle und bin auch etwas traurig nicht selber bei der Sause mit dabei sein zu können. Aber ich werde hier in Berlin den Vollmond genauso gebührend feiern.
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Sunday

robert mapplethorpe

Scan 6.2
konica eu-mini im c/o berlin robert mapplethorpe

Einige Gedanken zur Austellung im C/O in Berlin - oder über das Verblassen des Provokativen. Ich habe die Ausstellung mit einem Date besucht (männl.) und mein Begleiter war offenkundig unangenehm betroffen von den frontalen Ablichtungen all dieser Schwänze durch Herrn Mapplethorpe. Ich nicht - hab wohl auch schon ein paar mehr davon zu Gesicht bekommen. Ich habe mich kurz gefragt, ob Männer bei abgebildeten Mösen weniger nervös würden?
Im Allgemeinen regte mich die Einbettung Mapplethorpes Arbeiten in seine und nun meine heutige Zeit und die sich damit wandelnde provokative Wahrnehmung an, über die Photographie heute nachzudenken. Ich halte es heutzutage für nicht nachhaltig mit provokativen Arbeiten auf sich aufmerksam machen zu wollen. Diese Art von Gag hat eine klar umrissene Halbwertszeit und ist zum Verblassen verdammt. Aber wieso wird Photographie (und Kunst auch?) zunehmend zur Nabelschau des Künstlers? Ich empfinde diese Entwicklung in den letzten Jahren sehr präsent. Die Inhalte bleiben an der Oberfläche der Persönlichkeit hängen und wagen sich niemals in die Tiefen jenseits des Hedonismus. Eben diese von mir empfundene Entwicklung finde ich auch sehr schade und überlege, ob ich Teil dieser Disziplin sein möchte/sollte/könnte. Diese Frage bleibt bisher noch offen. Aber ich freue mich über eure Meinungen, Anregungen Einwände ganz besonders.
Ach, und guckt euch die Austellung an!
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Friday

konica - wochenrückblick

Scan 7.1
Scan 12.1
Scan 3.1
Scan 11.1
Scan 10.2
Scan 6.1
Scan 9.1
Scan 9.2
Scan 8.2
Scan 8.1
Scan 3.2
Scan 5.1
Scan 2.2Scan 1.1
Scan 7.2
Scan 1.2
Scan 10.1
meine allererste kamera (konica eu-mini) bei meinen eltern wieder gefunden und gleich aktiviert. eine woche in bildern. und stichworten:


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