scan vom negativ (kleinbildmittelformatfilm) scan vom abzug (10x10cm)
wie man mit neuem equipment die ersten flitterwochentage ganz in trauter und intensiver zweisamkeit verbringt; sich beschnüffelt; ein bisschen nervös wird, weil bei der entjungferung natürlich nicht alles gleich so klappt. und man fühlt sich danach auch ein bisschen wie mit einem fragezeichen auf die stirn gestanzt. der gute canon scan9000f und ich. na mal sehen wie sich diese liebesgeschichte entwickelt. bestellt habe ich den flachbettscanner bei foto meyer in berlin schöneberg. dort bin ich dann auch hingeradelt. den größer als erwarteten karton auf dem gepäckträger mit einem fast schon zärtlichen umarmungsgriff nach hinten, schaukelte ich meine neue gesellschaft gen moabit.
wer sich für technische details und meine erfahrungen interessiert, der lese hier mehr
gläserner mensch. durchsichtbar, durchschaubar, durchlesbar. keine geheimnisse. ja wir sind alle so verdammt ehrlich zueinander. da kann man ja nur noch kotzen. es gibt keinen rückzugsort mehr. einmal einen schritt nach draußen gewagt. in die eigene abhängigkeit gesprungen. für immer uninteressant. keine mysterien mehr und sowieso kein echtes interesse mehr an menschen. glas. billiges glas.
-
als wäre es eine umarmung.
ein klammern.
verzweifelt und selbstverletzend.
kein ende in sicht.
aber dieser unglaublich tiefe schmerz als gewissheit in der zukunft. oder schon jetzt?
-
meine innereien ein rotierender fleischwolf, meine kehle zugeschnürt.
und immer weiter bohren. dir die fragen nach all den anderen stellen...
andere ritzen sich - ich hingegen kotze einfach nicht.
-
ich träume von alten räumen, dem zerfall, der leere, dem morbiden, von platz, von raum, vom atmen und der dunkelheit.
deine haut und dein störrischer kopf. alles bleibt mir verschlossen.
ich träume von verfallenden häusern, von selbstzusammengebauten wohnungen, viel zu großen zimmern, von freistehenden badewannen, von küchen ohne waschbecken, von einer alten holzveranda.
und von einem alten dunklen dachboden sowieso.
deine weiße haut, deine knarrende stimme, wenn mein ohr auf deinem brustkorb liegt und sich mit deinem atem senkt. dieser schiffsfahrt der erschöpfung und schlaflosigkeit.
ich träume von zugigen fenstern, undichten kaminen, knarzenden dielen und schwarzweißen fließen.
deine müden augen und diese lust zwischen uns, diese unnatürliche tiefe an lust, beängstigend darin zu verschwinden.
ich träumte ... von leere.